Externer QM-Beauftragter bei kleinem Gewerbebetrieb
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Ein kleiner metallverarbeitender Betrieb in Niedersachsen mit 15 Mitarbeitern war bereits nach DIN EN ISO 9001:1994 zertifiziert. Bedingt durch einen personellen Wechsel war die Firma auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für den bisherigen QM-Beauftragten. Als externer Dienstleister bekam ich die Gelegenheit, meine bereits in anderen Firmen gesammelten Erfahrungen bei diesem Kunden einzubringen.

Wir einigten uns auf eine Betreuung des QM-Systems in einem zeitlichen Umfang von zunächst 12 Tagen pro Jahr. Zum Einstieg in meine Aufgabe führte ich das turnusgemäße interne Audit durch. Dadurch hatte ich die Gelegenheit, alle Mitarbeiter und die betrieblichen Abläufe innerhalb kurzer Zeit kennenzulernen.

Als Externer stellt man naturgemäß dabei erst einmal ein paar „dumme“ Fragen, weil man die Abläufe noch nicht kennen kann. Dadurch gelingt es, dass auch die befragten Mitarbeiter neu über die Abläufe nachzudenken beginnen und so der eine oder andere Verbesserungsvorschlag in Bezug auf die Prozesse innerhalb der Firma gemacht werden kann.

Im Laufe meiner nun mehrjährigen Tätigkeit sorgte ich gemeinsam mit meinem Kunden für die Aufrechterhaltung des QM-Systems nach DIN EN ISO 9001, wobei in 2002 der Umstieg auf die 9001:2000 gelungen war.

Die Zertifizierung ist für diese Firma deshalb besonders wichtig, weil das Zertifikat hier eine Voraussetzung ist, um ihre Produkte am Markt überhaupt verkaufen zu können – einn Teil der Produkte unterliegt dabei einem Produktzulassungsverfahren nach Druckgeräterichtlinie, das mit einer Baumusterprüfung einhergeht und ein zertifiziertes QM-System in der Fertigung voraussetzt.

Doch geht es hier nicht nur um das Zertifikat als solches, sondern vor allem um das Qualitätsverständnis aller Mitarbeiter, das durch das System am Leben erhalten wird und das durch verschiedene Instrumente auch kontinuierlich verbessert wird.

Zu diesen Instrumenten gehören zum Beispiel quartalsweise regelmäßige Besprechungen, an denen alle Mitarbeiter teilnehmen.

Folgte der Ablauf dieser Besprechungen zunächst einem fest vorgegebenen inhaltlichen Schema, so sind wir inzwischen dazu übergeganen, in offer Diskussion über alle betrieblichen Themen zu diskutieren, die den Mitarbeitern auf den Nägeln brennen.

Diese Besprechungen führen immer wieder zu konkreten Ergebnissen und Maßnahmen, die kurzfristig umgesetzt werden können und so eine stetige Verbesserung im Rahmen des QM-Systems darstellen.

Ich würde diese Firma als ein gutes Beispiel dafür bezeichnen, wie ein wirklich gelebtes (und von der Geschäftsleitung vorgelebtes) QM-System über die Jahre dazu geführt hat, dass konstant sehr geringe Reklamationszahlen und wirtschaftlicher Erfolg in schwieriger Zeit Hand in Hand gehen.

 

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